Die DGKM stärkt ihre Rolle als führende wissenschaftliche Fachgesellschaft für Katastrophenmedizin und gesundheitlichen Bevölkerungsschutz. Durch die Vernetzung von Forschung, Praxis, Bildung und Politik fördert sie den fachlichen Austausch, entwickelt Standards und Leitlinien weiter und schafft neue Plattformen für die Fachcommunity. Mit Kongressen, Seminaren, innovativen Projekten und bundesweiten Netzwerken setzt sie Impulse für einen resilienten und zukunftsfähigen Bevölkerungsschutz.
DGKM stärkt und schärft ihr Profil – gemeinsam für eine starke Katastrophenmedizin
Die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM) nimmt mit dem vor vier Wochen gewählten Präsidium eine strategische Schärfung und Präzisierung ihres Profils vor, um den sich wandelnden Risiken und Herausforderungen im Bevölkerungsschutz und in der Katastrophenmedizin auch künftig aktiv zu begegnen und diese mitzugestalten. Ziel ist es, die DGKM als führende wissenschaftliche Fachgesellschaft für Katastrophenmedizin und gesundheitlichen Bevölkerungsschutz weiter zu festigen, den interdisziplinären Austausch auch zu anderen Fachgesellschaften zu intensivieren und die Verbindung von Forschung, Praxis und Bildung nachhaltig zu stärken – insbesondere im Kontext sich wandelnder Rahmenbedingungen und Entwicklungen.
Einen zentralen Punkt stellt die Planung des Deutschen Katastrophenmedizin-Kongresses, welcher am 14. und 15. November 2026 in Tübingen stattfinden wird, dar. Durch diesen will die DGKM eine zentrale bundesweite Plattform schaffen, auf der Expertinnen und Experten aus Medizin, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz, Forschung, Verwaltung und Politik zusammenkommen, um aktuelle Entwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisorientierte Lösungsansätze zu diskutieren.
Bewährte Formate werden konsequent weiterentwickelt. Die erfolgreichen #disastertalk– und #disasterexperience-Veranstaltungen werden ausgebaut, um Wissenstransfer sowie Austausch über Einsatzrealitäten und die Vernetzung der Fachcommunity weiter zu fördern. Darüber hinaus nimmt die DGKM ihre Seminarangebote wieder auf und baut diese den aktuellen Anforderungen entsprechend aus, um sowohl Fachpersonal als auch ehrenamtlich Engagierte gezielt fortzubilden und zu qualifizieren.
Eine weitere Säule ist der Aufbau eines MANV-Registers (Massenanfall von Verletzten), das abgearbeitete Schadenslagen bündelt und künftig wertvolle Daten für Forschung, Qualitätsentwicklung und Einsatzplanung liefern soll. Parallel dazu arbeitet die DGKM an der Weiterentwicklung und Erstellung von Leitlinien, Handlungsempfehlungen und Checklisten, insbesondere in den Bereichen CBRN-Schutz (chemisch, biologisch, radiologisch, nuklear) sowie Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Ziel ist es, den Stand der Katastrophenmedizin auf wissenschaftlicher Grundlage stetig zu verbessern und praxisgerechte Standards zu etablieren.
Im Bereich des gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes lädt die DGKM zum Gründungstreffen des Deutschen Netzwerks für den gesundheitlichen CBRN-Schutz ein. Dieses Netzwerk soll Akteure aus Medizin, Forschung, Behörden und Hilfsorganisationen zusammenbringen, um den Austausch, die Forschung und die praktische Vorbereitung auf CBRN-Lagen zu stärken.
Darüber hinaus engagiert sich die Gesellschaft zunehmend auch politisch: Mit der Umfrage zur Doppelbelastung und Doppelrolle im Bevölkerungsschutz konnten strukturelle Herausforderungen sichtbar gemacht und politische Forderungen zur Stärkung haupt- und ehrenamtlicher Einsatzkräfte abgeleitet werden.
Auch gesellschaftlich erweitert die DGKM ihre Perspektive: Mit „Kate, der Katastropheneule“ hat die Fachgesellschaft eine sympathische Identifikationsfigur geschaffen, um Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Themen Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge heranzuführen. Damit leistet die DGKM einen Beitrag zur Bildung und Sensibilisierung der nächsten Generation.
Um ihre Wirkung weiter zu entfalten, setzt die DGKM auf bestehende Netzwerke und neue Kooperationen mit Partnern, die in das Profilbild der Katastrophenmedizin passen – von Fachgesellschaften und Hilfsorganisationen bis hin zu wissenschaftlichen Instituten.
Mit dieser breiten Aufstellung verfolgt die DGKM das Ziel, die Katastrophenmedizin in Deutschland als eigenständige, wissenschaftlich fundierte und gesellschaftlich relevante Disziplin zu verankern. Forschung, Ausbildung, Praxis und Politik sollen künftig noch enger miteinander verbunden werden – für einen starken, resilienten und handlungsfähigen Bevölkerungsschutz.
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